Quiz: Gründe der Französischen Revolution — 15 Fragen

Detaillierte Fragen und Antworten

1. Was kennzeichnet einen absolutistischen Staat?

Ein durch Gesetze gebundener König teilt die Macht mit Gerichten.
Ein gewähltes Parlament bestimmt die politischen Entscheidungen.
Ein von Gott eingesetzter König regiert ohne Einschränkung.
Eine Versammlung der Stände entscheidet über die wichtigsten Gesetze.

Ein von Gott eingesetzter König regiert ohne Einschränkung.

Erklärung

Im absolutistischen Staat herrscht ein von Gott eingesetzter König ohne Einschränkung. Ein durch Gesetze gebundener König verfügt dagegen nicht frei über seine Macht.

2. Wie setzte der König seine Herrschaft bis in die französischen Dörfer durch?

Geistliche übernahmen die Verwaltung, während Bauern den Militärdienst organisierten.
Adlige verwalteten ihre Gebiete unabhängig und stellten eigene Truppen auf.
Beamte verbreiteten seine Befehle, während ein stehendes Heer einsatzbereit blieb.
Bürger wählten in den Dörfern Räte und kontrollierten damit königliche Entscheidungen.

Beamte verbreiteten seine Befehle, während ein stehendes Heer einsatzbereit blieb.

Erklärung

Beamte führten die Befehle des Königs bis in die Dörfer aus, und das stehende Heer konnte seine Herrschaft militärisch absichern. Die Adligen waren zudem durch ihren Aufenthalt in Versailles an den König gebunden.

3. Wie war die französische Gesellschaft vor der Revolution in Stände gegliedert?

Der Erste Stand umfasste den König, der Zweite Stand Beamte und der Dritte Stand Adel und Geistliche.
Der Erste Stand umfasste den Adel, der Zweite Stand die Bauern und der Dritte Stand die Geistlichen.
Der Erste Stand umfasste Geistliche, der Zweite Stand den Adel und der Dritte Stand alle übrigen Menschen.
Der Erste Stand umfasste Bürger, der Zweite Stand Geistliche und der Dritte Stand ausschließlich Bauern.

Der Erste Stand umfasste Geistliche, der Zweite Stand den Adel und der Dritte Stand alle übrigen Menschen.

Erklärung

Die Geistlichen bildeten den Ersten Stand, der Adel den Zweiten Stand und alle übrigen Menschen den Dritten Stand. Eine Einteilung nach König, Beamten und Bauern entsprach dieser Ständeordnung nicht.

4. Welche gesellschaftliche Stellung hatten Geistliche und Adel im Frankreich des Ancien Régime?

Sie besaßen wenige Vorrechte, zahlten die meisten Steuern und bildeten rund 20 % der Bevölkerung.
Sie waren vor allem steuerpflichtig und machten gemeinsam etwa 98 % der Bevölkerung aus.
Sie hatten dieselben Pflichten wie der Dritte Stand und bildeten etwa die Hälfte der Bevölkerung.
Sie besaßen viele Vorrechte, zahlten etwa keine Steuern und bildeten rund 2 % der Bevölkerung.

Sie besaßen viele Vorrechte, zahlten etwa keine Steuern und bildeten rund 2 % der Bevölkerung.

Erklärung

Geistliche und Adel waren steuerprivilegiert und machten zusammen nur etwa 2 % der Gesamtbevölkerung aus. Die große Mehrheit gehörte zum steuerpflichtigen Dritten Stand.

5. Welche Belastung und politische Einschränkung kennzeichnete den Dritten Stand?

Er finanzierte vor allem das Heer und besaß durch seine Vertreter umfassenden politischen Einfluss.
Er zahlte vor allem an die Kirche und bestimmte im Parlament über die Verteilung der Steuern.
Er war von Abgaben weitgehend entlastet und stellte die meisten politischen Entscheidungsträger.
Er finanzierte viele Bereiche des Staates, der Kirche und des Adels, durfte politisch aber kaum mitbestimmen.

Er finanzierte viele Bereiche des Staates, der Kirche und des Adels, durfte politisch aber kaum mitbestimmen.

Erklärung

Der Dritte Stand musste unter anderem für König, Kirche, Adel, Beamte und Armee zahlen, hatte aber kaum politische Mitbestimmung. Seine finanzielle Belastung ging daher mit politischer Benachteiligung einher.

6. Welche Folge hatten Missernten für die einfache Bevölkerung?

Sie erhöhten die Getreidevorräte und verminderten dadurch die Gefahr von Hunger in den Städten.
Sie führten zu Hungersnöten und steigenden Preisen, wodurch sich die wirtschaftliche Lage weiter verschlechterte.
Sie verlagerten die Belastungen auf den Adel und entlasteten dadurch Bauern und Tagelöhner.
Sie senkten die Lebensmittelpreise und verbesserten dadurch die wirtschaftliche Lage der einfachen Bevölkerung.

Sie führten zu Hungersnöten und steigenden Preisen, wodurch sich die wirtschaftliche Lage weiter verschlechterte.

Erklärung

Missernten verringerten das Nahrungsangebot, verursachten Hungersnöte und ließen die Preise steigen. Sinkende Preise und größere Vorräte wären dagegen keine typischen Folgen einer Missernte.

7. Welche Abgaben musste ein Bauer in der französischen Gesellschaft leisten?

Steuern an den König, den Zehnten an die Kirche und Pacht oder Naturalabgaben an adlige Landbesitzer.
Den Zehnten an den König, Steuern an die Kirche und Lohnabgaben an städtische Handwerker.
Pacht an die Kirche, Steuern an adlige Landbesitzer und den Zehnten an das stehende Heer.
Naturalabgaben an Beamte, den Zehnten an den König und Steuern an die bäuerliche Gemeinde.

Steuern an den König, den Zehnten an die Kirche und Pacht oder Naturalabgaben an adlige Landbesitzer.

Erklärung

Die Abgaben waren verschiedenen Empfängern zugeordnet: Steuern gingen an den König, der Zehnte an die Kirche und Pacht oder Naturalabgaben an adlige Landbesitzer. Der Zehnte war daher keine Abgabe an den König.

8. Warum verschärfte der Brotpreis die Notlage vieler Handwerker?

Ein Handwerker konnte mit einem kleinen Teil seines Tagesverdienstes Brot kaufen und den Rest für Miete zurücklegen.
Ein Handwerker gab seinen Tagesverdienst vor allem für Werkzeuge aus, während Brot und Wohnungskosten gering blieben.
Ein Handwerker musste seinen gesamten Tagesverdienst für ein kleines Brot ausgeben und zusätzlich Miete und Getränke bezahlen.
Ein Handwerker erhielt Brot als Teil seines Lohns und musste deshalb kaum weitere Ausgaben für Nahrung einplanen.

Ein Handwerker musste seinen gesamten Tagesverdienst für ein kleines Brot ausgeben und zusätzlich Miete und Getränke bezahlen.

Erklärung

Wenn bereits ein kleines Brot den gesamten Tagesverdienst kostete, blieben für Miete und Getränke keine ausreichenden Mittel. Die hohen Brotpreise verschärften damit die wirtschaftliche Not der Handwerker.

9. Warum geriet Frankreich durch seine nahezu ununterbrochenen Kriege in einen Teufelskreis der Verschuldung?

Die Kriegskosten sanken, während zugleich die Steuereinnahmen durch wirtschaftliches Wachstum zurückgingen.
Die Kriege wurden weitgehend durch ausländische Zahlungen finanziert, wodurch Frankreich seine Rücklagen verlor.
Die Kriegskosten überstiegen die Einnahmen, sodass Kredite und zusätzliche Zinsen die Schulden vergrößerten.
Die Einnahmen überstiegen die Ausgaben, doch hohe Zinsen führten zu einer freiwilligen Neuaufnahme von Krediten.

Die Kriegskosten überstiegen die Einnahmen, sodass Kredite und zusätzliche Zinsen die Schulden vergrößerten.

Erklärung

Frankreich gab wegen der Kriege mehr aus, als es einnahm, und musste deshalb Kredite aufnehmen, deren Zinsen die Verschuldung weiter erhöhten. Die Aussage über sinkende Kriegskosten erklärt diesen beschriebenen Verschuldungsprozess nicht.

10. Wodurch unterscheidet sich die Finanzkrise des Staates von der Hungersnot der Bevölkerung?

Die Finanzkrise bezeichnet eine militärische Niederlage, während Hunger aus fehlenden Krediten des Königs entsteht.
Die Finanzkrise betrifft die politische Ordnung, während Hunger vor allem die Höhe staatlicher Schulden bezeichnet.
Die Finanzkrise beschreibt steigende Lebensmittelpreise, während Hunger die Zahlungsfähigkeit des Staates betrifft.
Die Finanzkrise betrifft die Zahlungsfähigkeit des Staates, während Hunger vor allem die Lebenslage der Bevölkerung betrifft.

Die Finanzkrise betrifft die Zahlungsfähigkeit des Staates, während Hunger vor allem die Lebenslage der Bevölkerung betrifft.

Erklärung

Eine Finanzkrise des Staates liegt vor, wenn der Staat seine finanziellen Verpflichtungen nicht mehr erfüllen kann; Hunger beschreibt dagegen die Not der Bevölkerung. Steigende Lebensmittelpreise können Hunger verschärfen, definieren aber nicht die staatliche Finanzkrise.

11. Was kennzeichnet die Aufklärung als politische Bewegung?

Ihre Vertreter überlegten, wie der Staat gerechter gestaltet werden könnte.
Ihre Vertreter verteidigten die uneingeschränkte Herrschaft des Königs als politische Ordnung.
Ihre Vertreter konzentrierten sich auf die Vergrößerung des königlichen Heeres und seiner Macht.
Ihre Vertreter wollten die ständische Gesellschaft durch religiöse Vorschriften stärker absichern.

Ihre Vertreter überlegten, wie der Staat gerechter gestaltet werden könnte.

Erklärung

Die Aufklärung war eine Bewegung, deren Vertreter über eine gerechtere Gestaltung des Staates nachdachten. Die Verteidigung der uneingeschränkten Königsherrschaft gehört dagegen zum Absolutismus.

12. Welche politische Forderung der Aufklärer zielte darauf, die staatliche Macht zu begrenzen und zu verteilen?

Sie forderten Gewaltenteilung und teilweise eine frühe Form der Demokratie.
Sie forderten die Konzentration staatlicher Entscheidungen beim König und seinem Hof.
Sie forderten die Übertragung staatlicher Aufgaben an das Militär und die Geistlichkeit.
Sie forderten die Rückkehr zu einer ständischen Ordnung mit festen politischen Vorrechten.

Sie forderten Gewaltenteilung und teilweise eine frühe Form der Demokratie.

Erklärung

Die Aufklärer wollten staatliche Macht durch Gewaltenteilung verteilen und teilweise demokratische Beteiligung ermöglichen. Die Konzentration der Macht beim König entspricht hingegen dem Absolutismus.

13. Wie wollten die Aufklärer zunächst das Verhältnis zwischen König und staatlicher Ordnung verändern?

Sie wollten dem König zusätzliche Vollmachten geben und seine Entscheidungen rechtlich absichern.
Sie wollten die Macht des Königs einschränken und ihn durch Gesetze binden.
Sie wollten die politische Macht zwischen König, Adel und Klerus nach Ständen aufteilen.
Sie wollten den König durch ein ausschließlich militärisches Führungsgremium kontrollieren.

Sie wollten die Macht des Königs einschränken und ihn durch Gesetze binden.

Erklärung

Die Aufklärer verlangten zunächst, dass der König nicht uneingeschränkt herrschte, sondern durch Gesetze gebunden wurde. Eine Erweiterung seiner Vollmachten würde dem aufklärerischen Ziel der Machtbegrenzung widersprechen.

14. Welche Verbindung bereitete den Ausbruch der Französischen Revolution besonders vor?

Religiöse Einheit, steigende Löhne, geringe Staatsausgaben und die Stärkung des Absolutismus wirkten zusammen.
Ständische Ungleichheit, wirtschaftliche Not, staatliche Finanzkrise und aufklärerische Ideen wirkten zusammen.
Militärische Erfolge, sinkende Steuern, politische Stabilität und königliche Reformen wirkten zusammen.
Adlige Selbstverwaltung, wirtschaftlicher Wohlstand, ausgeglichene Finanzen und fehlende politische Debatten wirkten zusammen.

Ständische Ungleichheit, wirtschaftliche Not, staatliche Finanzkrise und aufklärerische Ideen wirkten zusammen.

Erklärung

Der Revolutionsausbruch wurde durch das Zusammenwirken sozialer Ungleichheit, wirtschaftlicher Not, finanzieller Staatsprobleme und neuer politischer Ideen vorbereitet. Militärische Erfolge und politische Stabilität bilden dazu keinen passenden gemeinsamen Ursachenkomplex.

15. Wen rief Ludwig XVI. zusammen, um über einen Ausweg aus der Krise zu beraten?

Er rief ausschließlich die Mitglieder des königlichen Hofes zusammen.
Er rief hauptsächlich die Anführer des französischen Heeres zusammen.
Er rief vor allem ausländische Herrscher zu einer gemeinsamen Beratung zusammen.
Er rief die Vertreter aller drei Stände zusammen.

Er rief die Vertreter aller drei Stände zusammen.

Erklärung

Ludwig XVI. berief die Vertreter des Klerus, des Adels und des dritten Standes, also aller drei Stände, zu Beratungen ein. Eine Versammlung des Hofes, ausländischer Herrscher oder des Heeres hätte die ständische Zusammensetzung nicht erfüllt.

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Was ist ein absolutistischer Staat?

Ein Staat mit einem von Gott eingesetzten König ohne Einschränkung.

Wie wurde die französische Wirtschaft unter Ludwig XIV. ausgerichtet?

Auf den Verkauf ins Ausland.

Wo mussten die wichtigsten Adligen unter Ludwig XIV. wohnen?

Im Königsschloss Versailles.

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