Quiz: Dienstübergabe und Dienstfähigkeit — 14 Fragen

Detaillierte Fragen und Antworten

1. Unter welcher Voraussetzung darf ein Dienst an den Ablöser übergeben werden?

Wenn der Ablöser die Aufgaben grundsätzlich kennt
Wenn der Ablöser bereits Dokumente vorgelegt hat
Wenn der Ablöser namentlich bekannt ist
Wenn der Ablöser dienstfähig ist

Wenn der Ablöser dienstfähig ist

Erklärung

Eine Dienstübergabe setzt voraus, dass der Ablöser dienstfähig ist. Die bloße persönliche Bekanntheit oder eine Dokumentenprüfung ersetzt diese Voraussetzung nicht.

2. Wie ist zu verfahren, wenn ein Ablöser durch Alkohol, Drogen, beeinträchtigende Medikamente oder Müdigkeit offensichtlich nicht dienstfähig ist?

Die Übergabe wird verweigert und die auftraggebende Stelle informiert
Die Übergabe wird nach einer kurzen Belehrung durchgeführt
Die Übergabe wird bei zusätzlicher Dokumentenprüfung ermöglicht
Die Übergabe wird auf die wichtigsten Aufgaben beschränkt

Die Übergabe wird verweigert und die auftraggebende Stelle informiert

Erklärung

Bei offensichtlicher Nicht-Dienstfähigkeit darf der Dienst nicht übergeben werden; stattdessen ist die auftraggebende Stelle zu informieren. Eine Dokumentenprüfung kann bei einem unbekannten Ablöser relevant sein, behebt aber keine erkennbare Dienstuntauglichkeit.

3. Unter welcher Voraussetzung dürfen Tätigkeiten verrichtet werden?

Mit entsprechender Berechtigung und einem erteilten Auftrag
Nach einer mündlichen Abstimmung mit anwesenden Kollegen
Nach einer eigenen Einschätzung der erforderlichen Sachkunde
Wenn die Tätigkeit aus der laufenden Routine bekannt ist

Mit entsprechender Berechtigung und einem erteilten Auftrag

Erklärung

Tätigkeiten dürfen nur ausgeführt werden, wenn dafür eine Berechtigung und ein Auftrag vorliegen. Erfahrung oder eine informelle Abstimmung ersetzen diese beiden Voraussetzungen nicht.

4. Unter welchen Bedingungen dürfen Auszubildende Tätigkeiten verrichten?

Nach einer kurzen Einweisung durch einen anwesenden Kollegen
Unter Aufsicht und Verantwortung einer geeigneten Person
Nach selbstständiger Prüfung der eigenen Handlungssicherheit
Wenn sie die Tätigkeit zuvor mehrfach beobachtet haben

Unter Aufsicht und Verantwortung einer geeigneten Person

Erklärung

Auszubildende dürfen Tätigkeiten unter Aufsicht und Verantwortung verrichten. Beobachtung, Erfahrung oder eine kurze Einweisung begründen für sich genommen keine selbstständige Durchführung.

5. Wie soll man einem Verstoß entgegentreten, wenn dadurch eine eigene erhebliche Gefahr entstehen könnte?

Man greift ein, ohne die eigene Sicherheit zu gefährden
Man überlässt die Reaktion grundsätzlich zufällig anwesenden Personen
Man setzt sich der Gefahr aus, damit der Verstoß endet
Man wartet bis zum Dienstende und spricht das Thema später an

Man greift ein, ohne die eigene Sicherheit zu gefährden

Erklärung

Verstößen ist entgegenzutreten, dabei darf jedoch keine Selbstgefährdung entstehen. Ein riskantes Eingreifen widerspricht deshalb dem Grundsatz sicheren Handelns.

6. Wer ist bei Fragen zur Sicherheit der erste Ansprechpartner?

Ein zufällig anwesender Kollege
Die zuletzt abgelöste Dienstkraft
Die für den Einsatzort zuständige Verwaltung
Der zuständige Vorgesetzte

Der zuständige Vorgesetzte

Erklärung

Bei Sicherheitsfragen ist der Vorgesetzte als erster Ansprechpartner vorgesehen. Andere Personen können beteiligt werden, sind aber nicht die vorrangige Anlaufstelle dieses Grundsatzes.

7. Wie muss mit einem sicherheitsrelevanten Vorkommnis oder einer Unregelmäßigkeit umgegangen werden?

Es wird zunächst bis zur nächsten Dienstübergabe gesammelt
Es muss unverzüglich gemeldet werden
Es wird bei fehlenden Folgen als Routine behandelt
Es wird nach einer eigenen Ursachenprüfung weitergegeben

Es muss unverzüglich gemeldet werden

Erklärung

Vorkommnisse und Unregelmäßigkeiten sind unverzüglich zu melden. Eine verzögerte Meldung oder die Einstufung als Routine widerspricht der geforderten schnellen Reaktion.

8. Was ist bei einer erkannten Gefahr oder Unfallquelle zu tun?

Sie ist zunächst durch Beobachtung auf ihre Bedeutung zu prüfen
Sie ist nach Möglichkeit durch die nächste Schicht bearbeiten zu lassen
Sie ist sofort zu beseitigen oder zu melden
Sie ist bei Gelegenheit in den Dienstunterlagen zu vermerken

Sie ist sofort zu beseitigen oder zu melden

Erklärung

Erkannte Gefahren und Unfallquellen müssen sofort beseitigt oder gemeldet werden. Eine spätere Dokumentation oder Übergabe an eine folgende Schicht reicht für eine unmittelbare Gefahrenabwehr nicht aus.

9. Welche Zusammenstellung gehört zur persönlichen Ausrüstung eines Triebfahrzeugführers?

Fahrplananordnung, Betriebliche Anweisung, Streckenbuch und grenzüberschreitende Zusatzbestimmungen
Streckenbuch, Fahrplan, La, Beförderungspapiere und örtliche Vorschriften
Amtlicher Lichtbildausweis, Dienstausweis oder Legitimation, Führerschein mit Nachweisen, Uhr und Schlüssel
Warnkleidung, Schutzschuhe, Helm, Arbeitshandschuhe und Erste-Hilfe-Tasche

Amtlicher Lichtbildausweis, Dienstausweis oder Legitimation, Führerschein mit Nachweisen, Uhr und Schlüssel

Erklärung

Zur persönlichen Ausrüstung zählen unter anderem die genannten Ausweise, der passende Führerschein, eine richtig zeigende Uhr sowie Vierkant- und Fahrzeugschlüssel. Das Streckenbuch und die La gehören dagegen zu den erforderlichen Unterlagen, nicht zur persönlichen Ausrüstung.

10. Welche Unterlagen muss ein Triebfahrzeugführer bei einer Fahrt mit Gefahrgut zusätzlich berücksichtigen?

Beförderungspapiere für das Gefahrgut
Eine zusätzliche Legitimation des Triebfahrzeugführers
Eine weitere richtig zeigende Uhr für die Zugfahrt
Einen zweiten Vierkantschlüssel für das Triebfahrzeug

Beförderungspapiere für das Gefahrgut

Erklärung

Bei Gefahrgut gehören Beförderungspapiere zu den erforderlichen Unterlagen. Die übrigen Antworten nennen Bestandteile der persönlichen Ausrüstung oder zusätzliche Anforderungen, die daraus nicht folgen.

11. Welche Unterlagen müssen beim Triebfahrzeugführer an der Spitze während der Fahrt immer offen und einsehbar sein?

Streckenbuch und Beförderungspapiere
Fahrplan und La
Führerschein und Dienstausweis
SBV und örtliche Vorschriften

Fahrplan und La

Erklärung

Fahrplan und La müssen beim Triebfahrzeugführer an der Spitze offen und einsehbar sein. Das Streckenbuch und die La sind vor einer Fahrt ohne Triebfahrzeugführer an der Spitze einzusehen; daraus ergibt sich nicht die gemeinsame Daueranforderung der zweiten Antwort.

12. Welche persönliche Schutzausrüstung ist für einen Triebfahrzeugführer auf einem Rb vorgesehen?

Warnweste, Schutzschuhe mindestens Klasse 2, Anstoßkappe und Arbeitshandschuhe
Eng anliegende Warnkleidung, Schutzschuhe mindestens Klasse 2, Helm und Arbeitshandschuhe
Warn-Hose und Warn-Jacke, Schutzschuhe mindestens Klasse 2, Anstoßkappe und Arbeitshandschuhe
Warn-Hose und Warn-Jacke, Schutzschuhe mindestens Klasse 3, Helm und Arbeitshandschuhe

Warn-Hose und Warn-Jacke, Schutzschuhe mindestens Klasse 3, Helm und Arbeitshandschuhe

Erklärung

Bei einem Rb gehören Warn-Hose und Warn-Jacke, Schutzschuhe mindestens der Klasse 3, ein Helm und Arbeitshandschuhe zur PSA. Die anderen Kombinationen vermischen die allgemeinen Vorgaben mit den abweichenden Rb-Anforderungen.

13. In welchen Unterlagen können abweichende oder zusätzliche betriebliche Regeln enthalten sein?

In Schutzkleidung, Schutzschuhen, Helm und Arbeitshandschuhen
In Beförderungspapieren, sofern kein Gefahrgut befördert wird
Im Streckenbuch, in Anordnungen, der BetrA, der La und grenzüberschreitenden Zusatzbestimmungen
Im Führerschein, im Dienstausweis, in der Uhr und im Vierkantschlüssel

Im Streckenbuch, in Anordnungen, der BetrA, der La und grenzüberschreitenden Zusatzbestimmungen

Erklärung

Abweichende oder zusätzliche Regeln können in den genannten betrieblichen Unterlagen und Zusatzbestimmungen festgelegt sein. Persönliche Ausrüstungsgegenstände enthalten keine solchen betrieblichen Regelungen, und Beförderungspapiere sind hierfür nicht der maßgebliche Ort.

14. Wann enthält das Streckenbuch ergänzende Regeln zum gewöhnlichen Halteplatz?

Wenn eine grenzüberschreitende Strecke zusätzliche Bestimmungen besitzt
Wenn die Fahrt mit einem Triebfahrzeug ohne Führer an der Spitze erfolgt
Wenn der Fahrplan eine Abweichung von der planmäßigen Haltezeit ausweist
Wenn die maßgebende Neigung mehr als 2,5 ‰ beträgt

Wenn die maßgebende Neigung mehr als 2,5 ‰ beträgt

Erklärung

Bei einer maßgebenden Neigung von mehr als 2,5 ‰ enthält das Streckenbuch ergänzende Regeln zum gewöhnlichen Halteplatz. Grenzüberschreitende Zusatzbestimmungen können zwar ebenfalls betriebliche Regeln enthalten, sind aber nicht das in dieser Regel genannte Auslösekriterium.

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An wen darf der Dienst übergeben werden?

Nur an einen dienstfähigen Ablöser.

Wann darf der Dienst nicht übergeben werden?

Bei offensichtlicher Nicht-Dienstfähigkeit durch Alkohol, Drogen, Medikamente oder Müdigkeit.

Was ist bei offensichtlicher Nicht-Dienstfähigkeit des Ablösers zu tun?

Die auftraggebende Stelle ist zu informieren.

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