Quiz: Beschaffungs- und Fertigungsprozesse (11 Fragen)

Detaillierte Fragen und Antworten

1. Welche Bestandsübersicht stellt SAP S/4HANA für eine Produktstruktur bereit?

Künftige Lagerbewegungen der Endprodukte ohne Angebot und Nachfrage
Nur aktuelle Lagerbestände der obersten Ebene ohne künftige Bewegungen
Angebot und Nachfrage für einen einzelnen Zeitpunkt ohne Komponentenebenen
Aktuelle künftige Lagerbewegungen und Bestände samt Angebot und Nachfrage über einen Zeithorizont bis zur kleinsten Komponente

Aktuelle künftige Lagerbewegungen und Bestände samt Angebot und Nachfrage über einen Zeithorizont bis zur kleinsten Komponente

Erklärung

Die Bestandsführung stellt aktuelle Informationen zu zukünftigen Lagerbewegungen und Beständen bereit, umfasst Angebot und Nachfrage über einen Zeithorizont und reicht bis zur kleinsten Komponente. Eine Sicht nur auf den aktuellen Bestand, nur auf die oberste Ebene oder nur auf einen Zeitpunkt lässt jeweils wichtige Teile dieser Reichweite aus.

2. Ein Unternehmen hat den Bedarf ermittelt, Bezugsquellen geprüft und einen Lieferanten ausgewählt. Welche Schritte folgen im typischen Beschaffungszyklus in der richtigen Reihenfolge?

Bestellung anlegen, Bestellung überwachen, Wareneingang, Zahlung abwickeln, Rechnung prüfen
Bestellung überwachen, Bestellung anlegen, Wareneingang, Rechnung prüfen, Zahlung abwickeln
Bestellung anlegen, Bestellung überwachen, Rechnung prüfen, Wareneingang, Zahlung abwickeln
Bestellung anlegen, Bestellung überwachen, Wareneingang, Rechnung prüfen, Zahlung abwickeln

Bestellung anlegen, Bestellung überwachen, Wareneingang, Rechnung prüfen, Zahlung abwickeln

Erklärung

Nach der Lieferantenauswahl wird die Bestellung angelegt und überwacht; anschließend folgen Wareneingang, Rechnungsprüfung und Zahlungsabwicklung. Die Variante mit vorgezogenem Wareneingang bei der Überwachung vertauscht diese Schritte, die Rechnungsprüfung vor dem Wareneingang setzt die Abgleichphase zu früh an, und die Zahlung vor der Rechnungsprüfung kehrt die letzten Schritte um.

3. Welche Informationen werden bei der Anlage einer Bestellung in diese übernommen?

Prüfangaben aus der späteren Lieferantenrechnung
Angaben aus der Bestellanforderung oder dem Angebot
Auswahlangaben aus dem Vergleich der Lieferanten
Statusangaben aus der Bestellüberwachung

Angaben aus der Bestellanforderung oder dem Angebot

Erklärung

Bei der Bestellanlage werden die Informationen aus der Bestellanforderung oder dem Angebot in die Bestellung übernommen. Statusangaben betreffen die Überwachung, Rechnungsdaten die spätere Rechnungsprüfung und der Lieferantenvergleich die vorgelagerte Auswahl.

4. Eine Einkäuferin bearbeitet Bestellanforderungen, sucht passende Bezugsquellen und legt Bestellungen an beziehungsweise bearbeitet sie. Welcher Bereich unterstützt diese Tätigkeiten?

Zahlungsabwicklung
Bestandsführung
Beschaffungsanalyse
Operative Beschaffung

Operative Beschaffung

Erklärung

Die operative Beschaffung unterstützt das Bearbeiten von Bestellanforderungen, das Finden geeigneter Bezugsquellen sowie das Anlegen und Bearbeiten von Bestellungen. Bestandsführung betrifft Bestandspositionen, Zahlungsabwicklung die Zahlung an Lieferanten und Beschaffungsanalyse die Auswertung von Beschaffungsdaten.

5. Was bezeichnet die Logistik-Rechnungsprüfung?

Die Freigabe von Bestellungen und die Überwachung ihrer termingerechten Lieferung
Die Prüfung und Erfassung von Rechnungen und Gutschriften, die Beschaffung und Buchhaltung verbindet
Die Bewertung von Beständen und die Erfassung ihrer Veränderungen im Lager
Die Abwicklung offener Zahlungen und die Zuordnung zu Lieferantenkonten

Die Prüfung und Erfassung von Rechnungen und Gutschriften, die Beschaffung und Buchhaltung verbindet

Erklärung

Die Logistik-Rechnungsprüfung kontrolliert Rechnungen und Gutschriften auf ihre Richtigkeit, erfasst sie im System und verbindet so Beschaffung und Buchhaltung. Die Überwachung der Lieferung gehört zur Bestellüberwachung und beschreibt nicht die Rechnungsprüfung.

6. Welche Produktionsszenarien sind auftragsbezogen, während die Serienfertigung ohne Fertigungs- oder Prozessaufträge abgebildet wird?

Serienfertigung und diskrete Fertigung
Diskrete Fertigung und Prozessfertigung
Serienfertigung und Kuppelproduktion
Prozessfertigung und Serienfertigung

Diskrete Fertigung und Prozessfertigung

Erklärung

Diskrete Fertigung und Prozessfertigung werden auftragsbezogen gesteuert; bei der Serienfertigung wird der Prozess ohne Fertigungs- oder Prozessaufträge modelliert. Die Serienfertigung ist daher nicht eines der beiden auftragsbezogenen Szenarien.

7. Welche Funktion hat die Materialbedarfsplanung in der Produktionsplanung?

Sie erfasst die erbrachten Eigenleistungen und dokumentiert den Fortschritt eines Fertigungsauftrags.
Sie verbucht den Bestandszugang des gefertigten Produkts und stößt Folgeaktionen an.
Sie ordnet Produktionsaufträge nach verfügbaren Arbeitsplätzen und legt ihre zeitliche Reihenfolge fest.
Sie plant Stücklistenkomponenten über mehrere Ebenen für einen kurz- bis mittelfristigen Zeitraum.

Sie plant Stücklistenkomponenten über mehrere Ebenen für einen kurz- bis mittelfristigen Zeitraum.

Erklärung

Die Materialbedarfsplanung ermittelt den Bedarf an Stücklistenkomponenten über mehrere Ebenen und einen kurz- bis mittelfristigen Planungshorizont. Die zeitliche Einordnung von Aufträgen und Vorgängen gehört dagegen zur Kapazitätsplanung.

8. In welcher Reihenfolge läuft die Auftragserfüllung vom Kundenauftrag bis zur Fakturierung ab?

Kundenauftrag, Auslieferung, Warenausgang, Kommissionierung, Fakturierung
Kundenauftrag, Auslieferung, Kommissionierung, Warenausgang, Fakturierung
Kundenauftrag, Kommissionierung, Auslieferung, Fakturierung, Warenausgang
Auslieferung, Kundenauftrag, Kommissionierung, Warenausgang, Fakturierung

Kundenauftrag, Auslieferung, Kommissionierung, Warenausgang, Fakturierung

Erklärung

Nach dem Kundenauftrag folgen Auslieferung und Kommissionierung, bevor der Warenausgang gebucht und anschließend fakturiert wird. Die Auslieferung geht der Kommissionierung voraus; der Warenausgang erfolgt erst nach ihr.

9. Wie unterscheiden sich die Bezüge bei Fakturabelegen für physische Produkte und Dienstleistungen?

Beide werden mit Bezug auf Auslieferungen fakturiert, unabhängig von der Verkaufsart.
Physische Produkte werden mit Bezug auf Auslieferungen fakturiert, Dienstleistungen mit Bezug auf Kundenaufträge.
Physische Produkte werden mit Bezug auf Kundenaufträge fakturiert, Dienstleistungen mit Bezug auf Auslieferungen.
Beide werden mit Bezug auf Kundenaufträge fakturiert, unabhängig von der Verkaufsart.

Physische Produkte werden mit Bezug auf Auslieferungen fakturiert, Dienstleistungen mit Bezug auf Kundenaufträge.

Erklärung

Bei physischen Produkten dient eine oder mehrere Auslieferungen als Bezug des Fakturabelegs, während Dienstleistungen kundenauftragsbezogen fakturiert werden. Die umgekehrte Zuordnung verwechselt die Belegbezüge der beiden Verkaufsarten.

10. Welche Folge kann die Integration von SAP S/4HANA mit dem SAP Ariba Network für den Beschaffungsprozess haben?

Lieferantenrechnungen werden dadurch ohne Prüfung automatisch bezahlt.
Lagerbestände werden dadurch direkt in Kundenaufträge umgewandelt.
Bestellungen und zugehörige Belege können über das Netzwerk übertragen werden.
Bestellanforderungen werden durch Wareneingangsbuchungen ersetzt.

Bestellungen und zugehörige Belege können über das Netzwerk übertragen werden.

Erklärung

Die Integration unterstützt die Übertragung von Bestellungen und zugehörigen Belegen an das SAP Ariba Network. Sie bedeutet nicht, dass Rechnungen ohne Prüfung bezahlt werden; die Rechnungsprüfung bleibt ein eigener Prozessschritt.

11. Ein Unternehmen möchte den Warenumschlag erhöhen und zugleich weniger Bestand als Sicherheit gegen Ungenauigkeiten vorhalten. Welche praktische Maßnahme unterstützt dieses Ziel in der Bestandsführung?

Bestände und zukünftige Lagerbewegungen in Echtzeit überwachen, um Pufferbestände zu verringern
Bedarfe über mehrere Produktstufen hinweg ausschließlich langfristig planen
Bestände in großen, zusammengefassten Chargen verarbeiten, um Schwankungen auszugleichen
Bestellpositionen erst nach ihrem vollständigen Eingang im Lager bewerten

Bestände und zukünftige Lagerbewegungen in Echtzeit überwachen, um Pufferbestände zu verringern

Erklärung

Echtzeitinformationen über Bestände und künftige Lagerbewegungen verringern den Bedarf an Pufferbeständen und können einen höheren Warenumschlag ermöglichen. Die Verarbeitung in großen aggregierten Chargen ist kein notwendiger Ausgleich und steht im Gegensatz zur Verarbeitung kleinerer bedarfsgerechter Lose.

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Welche Schritte umfasst der typische Beschaffungszyklus?

Bedarfsermittlung, Bezugsquellenfindung, Lieferantenauswahl, Bestellungsanlage, Bestellüberwachung, Wareneingang, Rechnungsprüfung und Zahlungsabwicklung.

Welche Aufgaben unterstützt die operative Beschaffung?

Sie unterstützt das Bearbeiten von Bestellanforderungen, das Finden geeigneter Bezugsquellen sowie das Anlegen und Bearbeiten von Bestellungen.

Welche Informationen werden bei der Bestellungsanlage in die Bestellung übernommen?

Informationen aus der Bestellanforderung oder dem Angebot.

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