Quiz: Blut, Hämostase und Immunsystem (11 Fragen)

Detaillierte Fragen und Antworten

1. Welche Kombination beschreibt wichtige Funktionen des Blutes am vollständigsten?

Es versorgt Gewebe mit Sauerstoff, speichert Nährstoffe, erzeugt Wärme und baut Krankheitserreger direkt ab.
Es transportiert Atemgase und Nährstoffe, unterstützt Abwehr und Gerinnung, reguliert Wärme und puffert pH-Schwankungen.
Es transportiert Stoffwechselprodukte, ermöglicht Gerinnung und Abwehr und hält den pH-Wert unabhängig von Schwankungen konstant.
Es transportiert Atemgase und Hormone, bildet Verdauungsenzyme, reguliert den Wasserhaushalt und steuert die Knochenbildung.

Es transportiert Atemgase und Nährstoffe, unterstützt Abwehr und Gerinnung, reguliert Wärme und puffert pH-Schwankungen.

Erklärung

Das Blut übernimmt Transport-, Abwehr- und Gerinnungsaufgaben und trägt außerdem zur Wärme- und pH-Regulation bei. Die konstante pH-Regulation ohne Schwankungen trifft nicht zu, denn das Blut puffert Schwankungen innerhalb eines bestimmten Bereichs.

2. Welche Zusammensetzung entspricht den ungefähren Anteilen des Blutplasmas?

Etwa 55 % Wasser, 40 % Proteine und 5 % weitere Substanzen.
Etwa 90 % Proteine, 8 % Wasser und 2 % weitere Substanzen.
Etwa 90 % Wasser, 8 % Proteine und 2 % weitere Substanzen.
Etwa 80 % Wasser, 18 % Proteine und 2 % weitere Substanzen.

Etwa 90 % Wasser, 8 % Proteine und 2 % weitere Substanzen.

Erklärung

Blutplasma besteht überwiegend aus Wasser; Proteine machen etwa 8 % und weitere Substanzen etwa 2 % aus. Die Verteilung mit 90 % Proteinen verwechselt den größten Bestandteil des Plasmas.

3. Wo findet bei gesunden Menschen die Hämatopoese statt?

Im Knochenmark langer Röhrenknochen sowie in den Diaphysen.
In der Milz und in den Lymphknoten, wo täglich neue Blutzellen entstehen.
In der Leber und im roten Knochenmark der Schädelknochen.
Im Knochenmark kurzer und platter Knochen sowie in den Epiphysen.

Im Knochenmark kurzer und platter Knochen sowie in den Epiphysen.

Erklärung

Bei Gesunden findet die Hämatopoese im Knochenmark kurzer und platter Knochen sowie in den Epiphysen statt. Die Verlagerung auf die Diaphysen langer Röhrenknochen beschreibt nicht die angegebene Verteilung.

4. Welche Blutzellen entstehen aus der myeloischen Stammzelllinie?

T-Zellen, Granulozyten, Erythrozyten und natürliche Killerzellen.
B-Zellen, Monozyten, Thrombozyten und natürliche Killerzellen.
Granulozyten, Monozyten, Erythrozyten und Thrombozyten.
T-Zellen, B-Zellen, natürliche Killerzellen und Monozyten.

Granulozyten, Monozyten, Erythrozyten und Thrombozyten.

Erklärung

Die myeloische Linie bildet unter anderem Granulozyten, Monozyten, Erythrozyten und Thrombozyten. T-Zellen, B-Zellen und natürliche Killerzellen gehören dagegen zur lymphatischen Linie.

5. Was kennzeichnet Monozyten nach ihrem Übertritt aus dem Blut ins Gewebe?

Sie entwickeln sich zu Plasmazellen, die große Mengen spezifischer Antikörper ausschütten.
Sie differenzieren zu Makrophagen, die Mikroorganismen phagozytieren und Antigene präsentieren.
Sie werden zu natürlichen Killerzellen, die virusbefallene Zellen abwehren.
Sie reifen zu neutrophilen Granulozyten, die als erste Bakterien phagozytieren.

Sie differenzieren zu Makrophagen, die Mikroorganismen phagozytieren und Antigene präsentieren.

Erklärung

Monozyten wandern nach höchstens drei Tagen aus dem Blut ins Gewebe und differenzieren dort zu Makrophagen mit Phagozytose- und Antigenpräsentationsfunktion. Neutrophile Granulozyten sind eine eigene Leukozytengruppe und entstehen nicht durch die Umwandlung von Monozyten im Gewebe.

6. Wie entstehen Thrombozyten im Knochenmark?

Durch Umwandlung von Monozyten
Durch Abschnürung von Megakaryozyten
Durch Teilung reifer Erythrozyten
Durch Ausreifung lymphatischer Vorläuferzellen

Durch Abschnürung von Megakaryozyten

Erklärung

Thrombozyten entstehen im Knochenmark als kleine Scheibchen, die von Megakaryozyten abgeschnürt werden. Eine Umwandlung von Monozyten beschreibt nicht ihre Entstehung, sondern verwechselt sie mit einer anderen Zelllinie.

7. Welche Aufgabe erfüllt Fresh Frozen Plasma bei einer Transfusion?

Es erhöht die Zahl der Erythrozyten bei Anämien nach Blutverlust oder Operationen.
Es transportiert vor allem Sauerstoff, indem es die Hämoglobinkonzentration erhöht.
Es ersetzt Proteine und Gerinnungsfaktoren bei massivem Blutverlust oder Gerinnungsstörungen.
Es verbessert die Blutstillung bei einer Blutungsneigung durch zu wenige Thrombozyten.

Es ersetzt Proteine und Gerinnungsfaktoren bei massivem Blutverlust oder Gerinnungsstörungen.

Erklärung

Fresh Frozen Plasma liefert Proteine und Gerinnungsfaktoren und wird unter anderem bei massivem Blutverlust oder Gerinnungsstörungen eingesetzt. Ein Thrombozytenkonzentrat behandelt dagegen eine Blutungsneigung infolge eines Thrombozytenmangels.

8. Was kann bei einer ersten Schwangerschaft mit einem Rh-positiven Kind bei einer Rh-negativen Mutter zur Bildung von Anti-D-Antikörpern führen?

Mütterliche Anti-D-Antikörper sind bereits vor der Schwangerschaft vorhanden.
Mütterliche ABO-Antikörper gelangen in den fetalen Blutkreislauf.
Fetale Rh-negative Erythrozyten werden von der Mutter als fremd erkannt.
Kindliche Rh-positive Erythrozyten gelangen in den mütterlichen Blutkreislauf.

Kindliche Rh-positive Erythrozyten gelangen in den mütterlichen Blutkreislauf.

Erklärung

Der Kontakt mit kindlichen Rh-positiven Erythrozyten kann die Rh-negative Mutter sensibilisieren und die Bildung von Anti-D-Antikörpern auslösen. Anders als ABO-Antikörper sind Anti-D-Antikörper nicht von Anfang an vorhanden.

9. Wodurch unterscheiden sich primäre und sekundäre lymphatische Organe hinsichtlich ihrer Einordnung?

Knochenmark und Thymus sind primär, während Milz, Lymphknoten und MALT sekundär sind.
Knochenmark und MALT sind primär, während Thymus, Milz und Lymphknoten sekundär sind.
Thymus und Lymphknoten sind primär, während Knochenmark, Milz und MALT sekundär sind.
Knochenmark und Milz sind primär, während Thymus, Lymphknoten und MALT sekundär sind.

Knochenmark und Thymus sind primär, während Milz, Lymphknoten und MALT sekundär sind.

Erklärung

Knochenmark und Thymus gehören zu den primären lymphatischen Organen; Milz, Lymphknoten und MALT zählen zu den sekundären. Die Milz ist trotz ihrer lymphatischen Funktion sekundär und gehört daher nicht zu den primären Organen.

10. Welche Folge hat bei der positiven Selektion in der Thymusrinde die schwache Bindung eines T-Zellrezeptors an einen Selbst-Antigen-MHC-Komplex?

Die T-Zelle wird durch Apoptose entfernt, weil sie Selbststrukturen erkennt.
Die T-Zelle darf weiterreifen, weil sie körpereigenes MHC erkennen kann.
Die T-Zelle reift zu einer B-Zelle, weil ihre Bindung ausreichend spezifisch ist.
Die T-Zelle wird im Thymusmark zur Plasmazelle weiterentwickelt.

Die T-Zelle darf weiterreifen, weil sie körpereigenes MHC erkennen kann.

Erklärung

Eine schwache Bindung zeigt, dass der T-Zellrezeptor körpereigene MHC-Proteine erkennen kann, und ermöglicht dadurch die weitere Reifung. Eine starke Bindung an Selbst-Antigen-MHC-Komplexe führt dagegen bei der negativen Selektion zur Apoptose.

11. Ein Labor möchte Bakterien anhand ihrer Form und ihres Sauerstoffbedarfs einordnen. Welche Merkmale sollte es dafür erfassen?

Zellwanddicke und Vorhandensein von Plasmiden oder Nukleoiden
Zellform wie Kokken oder Stäbchen und Wachstum mit oder ohne Sauerstoff
Gramfärbung und Vorhandensein von Kapseln oder Pili
Ribosomentyp und Bildung von Enzymen oder Toxinen

Zellform wie Kokken oder Stäbchen und Wachstum mit oder ohne Sauerstoff

Erklärung

Die Einteilung nach Form unterscheidet unter anderem Kokken, Stäbchen und Schrauben; nach Sauerstoffbedarf wird zwischen aeroben und anaeroben Bakterien unterschieden. Zellwandmerkmale und die Gramfärbung betreffen eine andere Einteilungsgrundlage und ersetzen die Beurteilung des Sauerstoffbedarfs nicht.

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Welche Funktionen übernimmt das Blut?

Es transportiert Stoffe, ermöglicht Abwehr und Gerinnung, reguliert Wärme und puffert den pH-Wert.

Wie setzt sich Blutplasma prozentual zusammen?

Es besteht zu 90 % aus Wasser, zu 8 % aus Proteinen und zu 2 % aus weiteren Substanzen.

Wo findet die Hämatopoese bei Gesunden statt?

Im Knochenmark kurzer und platter Knochen sowie in den Epiphysen.

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