★ Unbedingt können
Das Blut besteht zu 40–45 % aus Blutkörperchen und zu 55–60 % aus Blutplasma.
Blutplasma besteht zu 90 % aus Wasser, zu 8 % aus Proteinen und zu 2 % aus weiteren Substanzen.
Plasmaproteine umfassen Albumin sowie α1-, α2-, β- und γ-Globuline; sie übernehmen kolloidosmotischen Druck, Transport, Pufferung, Gerinnung, Abwehr und Proteinreservoirfunktion.
Ergänzungen
★ Unbedingt können
Die lymphatische Stammzelllinie bildet T-Zellen, B-Zellen und natürliche Killerzellen; die myeloische Linie bildet Granulozyten, Monozyten, Erythrozyten und Thrombozyten.
Erythrozyten sind kernlose, bikonkave Zellen mit etwa 7,5 μm Durchmesser und machen etwa 99 % der Blutkörperchen aus; ihre Zahl beträgt ungefähr 5 Millionen pro μl.
Ergänzungen
Bei der Erythropoese vom Proerythroblasten über den Normoblasten zum Retikulozyten.
★ Unbedingt können
Neutrophile Granulozyten machen 50–70 % der Leukozyten aus und phagozytieren vor allem Bakterien und abgestorbene Zellreste als erste Abwehr bakterieller Erreger.
Monozyten machen 2–8 % der Leukozyten aus, wandern nach höchstens drei Tagen im Blut ins Gewebe und differenzieren dort zu Makrophagen, die Mikroorganismen phagozytieren und Antigene präsentieren.
T-Lymphozyten vermitteln spezifische Abwehr, B-Lymphozyten bilden spezifische Antikörper und präsentieren Antigene, und natürliche Killerzellen wehren Viren ab.
Ergänzungen
Eosinophile Granulozyten machen 2–4 % der Leukozyten aus und bekämpfen Parasiten durch Entleerung ihrer Granula und Phagozytose; sie treten auch bei Allergien auf.
Basophile Granulozyten machen etwa 2 % der Leukozyten aus und besitzen Histamin enthaltende Granula, die an allergischen Sofortreaktionen beteiligt sind.
Never Let Monkeys Eat Bananas: Neutrophile, Lymphozyten, Monozyten, Eosinophile, Basophile.
★ Unbedingt können
🔄 Die primäre Hämostase umfasst:
Bei der sekundären Hämostase aktiviert eine Gerinnungskaskade Gerinnungsfaktoren und spaltet Fibrinogen zu Fibrin, dessen Fasernetz Thrombozyten und Erythrozyten einlagert und den roten Thrombus bildet.
Ergänzungen
Erst Gefäßverengung und Plättchenpfropf, dann Fibrinnetz.
Erythrozytenkonzentrat ist bei Anämien, etwa nach großem Blutverlust bei Unfällen oder Operationen und bei Krebspatienten, indiziert; es ist bei 4 °C 42 Tage haltbar.
Thrombozytenkonzentrat dient bei thrombozytopeniebedingter Blutungsneigung und ist bei 20–24 °C fünf Tage haltbar.
Fresh Frozen Plasma (FFP) ersetzt Proteine und Gerinnungsfaktoren bei massivem Blutverlust oder Gerinnungsstörungen wie Verbrauchskoagulopathie und ist bei −30 bis −40 °C zwei Jahre haltbar.
Erythrozytenkonzentrat ersetzt Erythrozyten, Thrombozytenkonzentrat Blutplättchen, FFP Gerinnungsproteine.
Das Rhesus-System unterscheidet Erythrozyten mit D-Antigen (Rh-positiv) von Erythrozyten ohne D-Antigen (Rh-negativ).
Bei direktem Kontakt mit Rh-positiven Erythrozyten kann eine Rh-negative Person Anti-D-Antikörper bilden; diese Antikörper sind nicht wie die ABO-Antikörper von Anfang an vorhanden.
Bei einer ersten Schwangerschaft mit Rh-positivem Kind können kindliche Erythrozyten ins Blut einer Rh-negativen Mutter gelangen und die Bildung plazentagängiger IgG-Anti-D-Antikörper auslösen; in einer folgenden Rh-positiven Schwangerschaft können diese Antikörper fetale Erythrozyten zerstören und Anämie sowie Morbus haemolyticus neonatorum verursachen.
ABO-Antikörper sind vorhanden; Anti-D entsteht erst nach Kontakt bei Rh-negativen Personen.
★ Unbedingt können
Das Lymphsystem übernimmt Drainage, Immunabwehr und Fetttransport.
Primäre und sekundäre lymphatische Organe sind:
Die Lymphe fließt von Lymphkapillaren über Lymphbahnen und Lymphknoten zu großen Lymphbahnen, dann in die Cisterna chyli und über den Ductus thoracicus ins venöse System.
Ergänzungen
Die Lymphe entspricht etwa 10 % des Kapillarblutfiltrats, ähnelt in ihrer Zusammensetzung dem Blutplasma und enthält weniger Proteine.
Die Milz liegt im linken Oberbauch unter dem Zwerchfell und besitzt eine rote Pulpa mit Blutsinus sowie eine weiße Pulpa mit lymphatischem Gewebe, periarteriellen lymphatischen Scheiden und Lymphfollikeln.
Lymphe fließt von Kapillaren über Lymphbahnen und Knoten in große Bahnen bis zum Ductus thoracicus.
★ Unbedingt können
Im Knochenmark entstehen immunkompetente Zellen aus einer pluripotenten Stammzelle, und B-Lymphozyten reifen und werden dort selektiert.
In primären Lymphorganen werden T- und B-Zellen mit Selbst-Antigenen auf Immuntoleranz geprüft, weil zufällig entstehende spezifische Rezeptoren auch autoreaktive Lymphozyten hervorbringen.
Bei der B-Zellselektion präsentieren Stromazellen im Knochenmark körpereigene Antigene; schwache B-Zellrezeptorbindung erlaubt weitere Reifung, während starke autoreaktive Bindung meist durch Apoptose zur klonalen Deletion führt.
Bei der positiven T-Zellselektion in der Thymusrinde erkennen T-Zellrezeptoren körpereigene MHC-Proteine und binden mit niedriger Affinität an Selbst-Antigen-MHC-Komplexe, sodass die T-Zellen weiterreifen.
Ergänzungen
Schwache Bindung lässt B-Zellen reifen; starke autoreaktive Bindung führt zur Deletion.
Bakterien besitzen:
Zu den bakteriellen Pathogenitätsfaktoren zählen:
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1. Welche Kombination beschreibt wichtige Funktionen des Blutes am vollständigsten?
2. Welche Zusammensetzung entspricht den ungefähren Anteilen des Blutplasmas?
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Welche Funktionen übernimmt das Blut?
Es transportiert Stoffe, ermöglicht Abwehr und Gerinnung, reguliert Wärme und puffert den pH-Wert.
Wie setzt sich Blutplasma prozentual zusammen?
Es besteht zu 90 % aus Wasser, zu 8 % aus Proteinen und zu 2 % aus weiteren Substanzen.
Wo findet die Hämatopoese bei Gesunden statt?
Im Knochenmark kurzer und platter Knochen sowie in den Epiphysen.
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