Quiz: Zellbiologie und Kennzeichen des Lebens (11 Fragen)

Detaillierte Fragen und Antworten

1. Bei der Untersuchung einer Zelle wird eine Hülle mit Poren um den Zellkern und eine äußere Begrenzung der ganzen Zelle unterschieden. Welche Beschreibung ordnet die Merkmale richtig zu?

Die Kernhülle hat eine Membran und Kernporen; die Zellmembran hat zwei Membranen und grenzt die ganze Zelle ab.
Die Kernhülle hat zwei Membranen und grenzt die ganze Zelle ab; die Zellmembran hat eine Membran und Kernporen.
Die Kernhülle hat eine Membran und grenzt die ganze Zelle ab; die Zellmembran hat zwei Membranen und Kernporen.
Die Kernhülle hat zwei Membranen und Kernporen; die Zellmembran hat eine Membran und grenzt die ganze Zelle ab.

Die Kernhülle hat zwei Membranen und Kernporen; die Zellmembran hat eine Membran und grenzt die ganze Zelle ab.

Erklärung

Die Kernhülle umgibt den Zellkern mit zwei Membranen und besitzt Kernporen; die Zellmembran besteht aus einer Membran und begrenzt die gesamte Zelle. Die anderen Beschreibungen vertauschen entweder Membrananzahl, Poren oder Abgrenzungsfunktion.

2. Ein Vesikel mit Stoffen, die am endoplasmatischen Retikulum aufgenommen wurden, erreicht den Golgi-Apparat. Was geschieht dort mit den Stoffen?

Sie werden unverändert gespeichert und anschließend zum ER zurückgeführt.
Sie werden in DNA umgewandelt und anschließend im Zellkern abgelegt.
Sie werden verändert, sortiert und anschließend weitertransportiert.
Sie werden hergestellt, sortiert und anschließend abgebaut.

Sie werden verändert, sortiert und anschließend weitertransportiert.

Erklärung

Der Golgi-Apparat verändert die vom ER gelieferten Stoffe, sortiert sie und sorgt für ihren Weitertransport. Die Alternativen verwechseln diese Aufgabe mit Proteinsynthese, unveränderter Speicherung oder DNA-Verarbeitung.

3. Beim Vergleich von Mitochondrien und Plastiden soll eine gemeinsame Eigenschaft bestimmt werden. Welche Merkmalskombination trifft auf beide zu?

Zwei Membranen, eigene DNA, Ribosomen und die Fähigkeit zur Teilung.
Zwei Membranen, keine eigene DNA, Ribosomen und die Fähigkeit zur Teilung.
Eine Membran, DNA aus dem Zellkern, Ribosomen und die Fähigkeit zur Teilung.
Zwei Membranen, eigene DNA, keine Ribosomen und keine Teilungsfähigkeit.

Zwei Membranen, eigene DNA, Ribosomen und die Fähigkeit zur Teilung.

Erklärung

Mitochondrien und Plastiden besitzen jeweils zwei Membranen, eigene DNA und Ribosomen und können sich teilen. Die anderen Kombinationen verändern jeweils ein gemeinsames Merkmal, etwa die DNA-Herkunft oder das Vorhandensein von Ribosomen.

4. Eine Pflanzenzelle entwickelt sich unter veränderten Lichtbedingungen; ihre Proplastiden reifen zu spezialisierten Plastiden heran. Welche Aussage beschreibt diese Entwicklung korrekt?

Aus Leukoplasten entstehen Mitochondrien, sobald sich die Lichtverhältnisse ändern.
Aus Proplastiden können abhängig von Bedingungen wie Licht verschiedene Plastidentypen entstehen.
Aus Chloroplasten entstehen Proplastiden, unabhängig von den Umgebungsbedingungen.
Aus Proplastiden entstehen ausschließlich Chloroplasten, auch bei wechselnden Bedingungen.

Aus Proplastiden können abhängig von Bedingungen wie Licht verschiedene Plastidentypen entstehen.

Erklärung

Proplastiden sind die Ausgangsform; abhängig von Bedingungen wie Licht können daraus Chloroplasten, Chromoplasten oder Leukoplasten entstehen, und Plastiden können sich ineinander umwandeln. Die Alternativen vertauschen Ausgangs- und Endform, schränken die möglichen Typen ein oder führen Mitochondrien als Plastidentyp an.

5. Was versteht man unter den fünf Kennzeichen des Lebendigen?

Bewegung, Ernährung, Fortpflanzung, Wachstum und Reaktion auf Reize
Wachstum, Stoffwechsel, Orientierung, Zellatmung und Kommunikation
Ernährung, Zellteilung, Ausscheidung, Reizleitung und Fortbewegung
Bewegung, Atmung, Entwicklung, Stofftransport und Anpassung

Bewegung, Ernährung, Fortpflanzung, Wachstum und Reaktion auf Reize

Erklärung

Die fünf Kennzeichen umfassen Bewegung, Ernährung, Fortpflanzung, Wachstum und die Reaktion auf Reize. Stoffwechsel wird ebenfalls als Kennzeichen genannt, gehört aber nicht zur ausdrücklich aufgeführten Fünferliste.

6. Welche Eigenschaft beschreibt das Basiskonzept „Steuerung und Regelung“ in lebenden Systemen?

Informationen werden aufgenommen, gespeichert und verarbeitet, bevor das System darauf antwortet.
Biologische Strukturen unterscheiden sich und ermöglichen dadurch Anpassungen an veränderte Umweltbedingungen.
Körperprozesse und Wechselbeziehungen mit der Umwelt werden kontrolliert, sodass viele Zustandsgrößen in engen Grenzen bleiben.
Stoffe und Energie werden der Umwelt entzogen, umgewandelt und in veränderter Form wieder abgegeben.

Körperprozesse und Wechselbeziehungen mit der Umwelt werden kontrolliert, sodass viele Zustandsgrößen in engen Grenzen bleiben.

Erklärung

Steuerung und Regelung kontrollieren Körperprozesse und Umweltbeziehungen; dabei werden viele Zustandsgrößen in engen Grenzen gehalten. Die Umwandlung von Stoffen und Energie beschreibt dagegen ein eigenes Basiskonzept.

7. Welche Funktion beschreibt das Basiskonzept „Information und Kommunikation“ bei lebenden Systemen?

Sie ermöglichen durch Unterschiede die Anpassung an veränderte Umweltbedingungen.
Sie grenzen Reaktionsräume voneinander ab und schaffen getrennte Bereiche.
Sie nehmen Informationen auf, speichern und verarbeiten sie und beantworten sie.
Sie wandeln aufgenommene Stoffe in andere Stoffe und Energieformen um.

Sie nehmen Informationen auf, speichern und verarbeiten sie und beantworten sie.

Erklärung

Dieses Basiskonzept umfasst die Aufnahme, Speicherung und Verarbeitung von Informationen sowie die Reaktion darauf. Die Anpassung an Umweltveränderungen gehört dagegen zum Basiskonzept Variabilität und Angepasstheit.

8. Welche Aufgabe übernehmen Mikrotubuli im Cytoskelett, wenn Vesikel durch die Zelle bewegt werden?

Sie bilden die Thylakoidstapel für den Vesikeltransport.
Sie verdauen Vesikel mithilfe zellulärer Enzyme.
Ihr Auf- und Abbau ermöglicht die Bewegung von Vesikeln.
Sie halten Vesikel durch Cytoplasmaströmung an ihrem Platz.

Ihr Auf- und Abbau ermöglicht die Bewegung von Vesikeln.

Erklärung

Der dynamische Auf- und Abbau der Mikrotubuli ermöglicht die Bewegung von Vesikeln. Mikrofilamente unterstützen zwar beispielsweise die Cytoplasmaströmung, sind aber nicht als Grundlage dieser Vesikelbewegung beschrieben.

9. Worin unterscheiden sich Zellmembran und Zellwand hinsichtlich ihres Vorkommens und ihrer Funktion?

Die Zellmembran kommt in Pflanzenzellen vor; die Zellwand bildet bei allen Zellen eine äußere Abgrenzung.
Die Zellmembran verleiht Pflanzenzellen eine feste Form; die Zellwand ermöglicht den Stoffaustausch aller Zellen.
Die Zellmembran verbindet benachbarte Pflanzenzellen; die Zellwand grenzt das Cytoplasma vom extrazellulären Raum ab.
Die Zellmembran begrenzt Zellen nach außen und ermöglicht Stoffaustausch; die Zellwand verleiht Pflanzenzellen eine feste Form.

Die Zellmembran begrenzt Zellen nach außen und ermöglicht Stoffaustausch; die Zellwand verleiht Pflanzenzellen eine feste Form.

Erklärung

Die Zellmembran bildet die äußere Begrenzung der Zelle und ermöglicht den Stoffaustausch, während die Zellwand Pflanzenzellen eine feste Form gibt. Die Zellwand ist nicht für den Stoffaustausch aller Zellen zuständig, sondern kommt als feste Formgebung bei Pflanzenzellen vor.

10. Welche Aufgabe hat der Nucleolus im Zellkern?

Er verarbeitet und transportiert Stoffe durch die Zelle.
Er verbindet Aminosäuren zu Proteinen.
Er ermöglicht den Austausch großer Moleküle mit dem Cytoplasma.
Er stellt Bausteine für Ribosomen her.

Er stellt Bausteine für Ribosomen her.

Erklärung

Im Nucleolus werden Bausteine für Ribosomen hergestellt. Die Verknüpfung von Aminosäuren zu Proteinen findet an den Ribosomen statt.

11. Welche Folge hat es, dass die innere Mitochondrienmembran zahlreiche nach innen gerichtete Cristae besitzt?

Sie verpackt umgewandelte Stoffe in Vesikel und transportiert sie aus dem Organell heraus.
Sie bildet Speicherraum für Zellsaft und erzeugt den osmotischen Innendruck der Zelle.
Sie ermöglicht den Abbau von Fettsäuren und anderen Substraten durch Enzyme.
Sie vergrößert die Membranoberfläche, an der Prozesse der Zellatmung ablaufen können.

Sie vergrößert die Membranoberfläche, an der Prozesse der Zellatmung ablaufen können.

Erklärung

Die Cristae sind Einfaltungen der inneren Mitochondrienmembran und vergrößern deren Oberfläche für die Zellatmung. Die Speicherung von Zellsaft und die Erzeugung des Innendrucks sind dagegen Aufgaben der Vakuole.

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Wie viele Membranen besitzt die Kernhülle, und was enthält sie?

Zwei Membranen und Kernporen.

Wie groß ist der Zellkern?

3–15 µm.

Welche gemeinsamen Merkmale besitzen Mitochondrien und Plastiden?

Beide besitzen zwei Membranen, eigene DNA und Ribosomen und können sich teilen.

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